Masterclasses: Interpretation/Spatialisation & Komposition

  • 28. September – 2. October 2026, 10:00 - 20:00
  • Funkhaus Wien – Radiokulturhaus & EchoScope Vienna,
    Argentinierstrasse 30a – Fröbelgasse 30

Interpretation und Verräumlichung akusmatischer und elektroakustischer Musik

mit Thomas Gorbach

Dieser Kurs bietet die seltene Möglichkeit, akusmatische und elektroakustische Musik auf dem Wiener Akusmonium zu interpretieren und auf einem Lautsprecherorchester räumlich zu gestalten.

Im Mittelpunkt stehen die Grundlagen der Klangprojektion und Spatialisation: Wie lassen sich Klanggesten, Klangflächen und Klangcharaktere im Raum entfalten? Wie können Bewegung, Tiefe, Vorder- und Hintergrund, Rotationen, Schichtungen oder akustische Illusionen musikalisch eingesetzt werden? Die Teilnehmenden lernen, räumliche Hörphänomene bewusst wahrzunehmen und mit den Möglichkeiten des Mischpults und des Lautsprecherorchesters künstlerisch umzusetzen.

Der Kurs vermittelt praktische Methoden der Interpretation akusmatischer Musik, der räumlichen Gestaltung musikalischer Formen sowie der Umsetzung auf das Wiener Akusmonium. Dabei können sowohl eigene Werke als auch ausgewählte Stücke aus dem akusmatischen Repertoire verwendet werden.

Den Abschluss bildet die öffentliche Interpretation eines selbst gewählten Werkes auf dem Wiener Akusmonium im Rahmen eines der drei Festivaltage.


Theorie, Handwerk und Praxis der akusmatischen Komposition

mit Annette Vande Gorne

Wie entstehen aus einzelnen Klängen musikalische Gesten, Spannungen und Formen? Dieser Kurs vermittelt praktische Werkzeuge und Strategien der akusmatischen Komposition und unterstützt die Teilnehmenden dabei, ihre eigene künstlerische Sprache zu entwickeln.

Im Mittelpunkt stehen Energiemodelle und Spielsequenzen, Techniken der Klangmontage und Überlagerung sowie Verfahren der Klangtransformation in Frequenz, Spektrum, Amplitude, Zeit und Raum. Die vorgestellten Methoden helfen dabei, Klangmaterial zu strukturieren, formale Zusammenhänge zu gestalten und musikalische Ideen präzise auszuarbeiten.

Die Techniken werden nicht als starre Regeln verstanden, sondern als kreative Werkzeuge zur Entwicklung einer individuellen kompositorischen Praxis. Ausgehend von Hören, Vorstellungskraft und technologischen Möglichkeiten entstehen persönliche Wege der Klanggestaltung und Formbildung.

Die Teilnehmenden arbeiten an eigenen Kompositionen und erhalten individuelles Feedback zu kompositorischen, klanglichen und formalen Fragestellungen. Im Rahmen des Kurses entstandene oder weiterentwickelte Werke können beim Festival öffentlich aufgeführt und auf dem Wiener Akusmonium präsentiert werden.

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